BUNDjugend  

Treffen und Aktionen Corona-konform organisieren

How To: Gruppentreffen & Aktionen in Corona-konform organisieren

Ihr möchtet mit eurer Gruppe ein Treffen, eine Veranstaltung oder eine Aktion planen?
Ihr wollt sichergehen, dass ihr euch an die geltenden Corona-Bestimmungen haltet?

Wir haben euch eine Übersicht gemacht, was ihr beachten solltet.

Grundsätzlich gilt:

Jugendarbeit darf auch unter Corona stattfinden und Treffen, Veranstaltungen und Aktionen sind möglich!

Wichtig ist aber auch: Ihr müsst euch als Gruppe mit den Rahmenbedingungen wohlfühlen. Klärt eure Bedürfnisse und achtet aufeinander!

Achtet darauf, ob es in eurer Stadt bzw. eurem Landkreis/Bundesland besondere Verordnungen gibt, die ihr berücksichtigen müsst. Prüft außerdem die 7-Tage Inzidenz in eurer Region. Sie kann euer Hygienekonzept beeinflussen.
Gute aktuelle Infos und Tipps findet ihr außerdem auf der Seite vom Landesjugendring Niedersachsen: www.ljr.de/grundlagen/corona

Gruppentreffen

Hierbei handelt sich um alle Angebote der Jugendarbeit wie bspw. Gruppenstunden, offene und mobile Angebote, Angebote der Freizeit & Erholung, Bildungsmaßnahmen.
Überlegt euch, welcher Ort für euer Treffen Sinn macht. Treffen im Freien bieten mehr Sicherheit als Treffen drinnen. Falls ihr euch im öffentlichen Raum trefft, könnte es derzeit passieren, dass Passant*innen, Ordnungsamt oder Polizei euch kritische Fragen stellen. Bleibt ruhig und beruft euch auf euer Recht.

Hier die wichtigsten Regeln, falls ihr Gruppen-Treffen oder Gruppen-Aktionen macht.
Für Freizeiten mit Übernachtungen gelten zusätzliche Regeln. Bei Fragen sprecht uns an.

– Abstand:

Es gibt keine verpflichtenden Abstandsregeln. Besprecht euch am besten in eurer Gruppe, was euch wichtig ist.

– Gruppengröße:

Es gibt keine Vorgaben zur Gruppengröße.

– Mund-Nasen-Bedeckung tragen:

Es wird zwischen ‚festen‚ Gruppen und ‚offenen Angeboten‘ unterschieden.

In einer festen Gruppe muss in einem Gebäude (wie in der Schule) bei einem Indizendwert unter 35 kein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.Auch wenn der Abstand von 1,5 m nicht eingehalten werden kann. Bei einem Inzidenzwert von 35-50 müsst ihr drinnen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.

Plant ihr ein Treffen mit wechselnden Teilnehmenden, solltet ihr prüfen, ob und welche Mund-Nasen-Bedeckung generell getragen werden sollte oder z.B. durch Zeitslots feste Gruppen geschaffen werden könnten.

Outdoor kann bei einer Inzidenz unter 50 auf das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung auch bei geringem Abstand verzichtet werden.

– Hygienekonzept:

Ihr braucht ein Hygienekonzept für euer Treffen.
Hier ist ein Beispiel für ein Hygienekonzept. Ihr könnt das Hygienekonzept auf eure Situation hin anpassen:
Hygienekonzept Beispiel

– Kontaktverfolgung:

Ihr müsst für eure Treffen eine Kontaktverfolgung organisieren. Das geht zum Beispiel mit einer  Anwesenheitsliste, aus der hervorgeht, wer zu welchen Zeiten an den Angeboten teilgenommen hat. Diese Liste müsst ihr 21 Tage sicher aufbewahren und dann vernichten.

Hier ist ein Muster für eine Anwesenheitsliste:
https://www.ljr.de/fileadmin/user_upload/corona/Muster-Anwesenheitsliste_dsgvo.pdf

Zusätzlich könnt ihr auch bspw. in der Corona-Warn App die ‚Check in‘ und ‚Check out‘ Funktion nutzen, wenn ihr das möchtet.

– Räumliche Voraussetzungen:

Die Räume sollten gut gelüftet werden.
Die Corona-Bestimmungen des Hauses sollten berücksichtigt werden (z.B. Flächen-Desinfektion nach einem Treffen).

– Schnelltests und Impfnachweise:

Es ist nicht verpflichtend, für eure Treffen Test- oder Impfnachweise zu haben.
Wenn ihr als Gruppe aber beschließt eine solche Regelung einzuführen, dann nehmt die in euer Hygienekonzept mit auf.
Nutzt gerne die Möglichkeiten von kostenlosen Bürger*innen-Tests oder fragt uns, wenn ihr Selbsttests für eure Aktion kaufen wollt.

Versammlungen, Demos, politische Aktionen (öffentlicher Raum)

Versammlungen sind im Grundgesetz gesichert und dürfen nach Anmeldung stattfinden.

Falls ihr größere öffentliche Veranstaltungen plant, bezieht das vor Ort geltende Versammlungsrecht ein (im Zweifel einfach bei Stadt/Gemeinde anfragen).

Wenn ihr eine öffentliche Veranstaltung plant, bekommt ihr von der zuständigen Behörde Corona-Auflagen oder könnt diese anfragen.

Mit einem Hygienekonzept ist es leichter, große Aktionen anzumelden. Diese können von Stadt zu Stadt unterschiedlich sein.

Ihr könnt euch derzeit ungefähr auf folgende Auflagen einstellen:

  • Teilnehmer*innen sollten eine medizinische Mund-Nasen-Bedeckung tragen und ihr solltet welche bereitstellen können
  • Teilnehmer*innen sollten 1,5 m Abstand zueinander halten
  • Teilnehmer*innen sollten 3 m Abstand zu Unbeteiligten halten
  • Es müssen 5 m Abstand zu Redner*innen eingehalten werden
  • Die Versammlungsfläche muss abgeflattert/gekennzeichnet sein
  • Abstände müssen ggf. mit Kreide auf dem Boden markiert werden (z.B. bei größeren Kundgebungen)
  • Mikrofone oder Megafone sind zu desinfizieren oder „einzutüten“

weitere Aktionen

Öffentliche Veranstaltungen sind je nach InzidenzWert und Veranstaltungsart zulässig. Informationen gibt es in der niedersächsischen Corona-Verordnung Wenn ihr unsicher seid, ob oder wie ihr eure Aktionsideen machen könnt, meldet euch jederzeit bei Hauptamtlichen der BUNDjugend Niedersachsen – wir beraten euch gern!