Suche

Ganz schön nass hier!

Allgemein,  Klima und Energie,  Landwirtschaft und Ernährung,  Moor

Nasse Moore speichern in erheblichem Umfang Kohlenstoff und leisten damit einen großen Beitrag zur Bewältigung der Klimakrise. Deshalb wird zunehmend gefordert, die überwiegend landwirtschaftlich genutzten, trockengelegten Moore wieder zu vernässen. Doch wie können nasse Moore zukunftsfähig bewirtschaftet werden? Dieser Frage sind wir gemeinsam mit der Niedersächsischen Landjugend nachgegangen.

Vielfältige Einblicke in die Praxis nasser Bewirtschaftung von Moorflächen


Mitte Juni haben wir bei einer Kooperationsveranstaltung mit der Niedersächsischen Landjugend Betriebe besucht, die Moorflächen wiedervernässen.

Unsere erste Station war die ZukunftMoor Gnarrenburg GmbH. Das Unternehmen hat bei Gnarrenburg 13,4 Hektar trockengelegte Fläche wiedervernässt, die bisher als Intensivgrünland bewirtschaftet wurde und baut dort Torfmoos für die Erdenindustrie als Alternative zu Torf an.

Anschließend berichtete uns Frank Havemeyer vom Landvolk Osterholz von Initiativen des Arbeitskreis Moorbodenschutz und der Aufwuchsverwertung Teufelsmoor-Osterholz GmbH & Co. KG. Dabei besichtigten wir auch den Biohof von Iris und Hans Lütjen-Wellner, die neue Wege zur Wertschöpfung der vernässten Flächen gehen.

Unsere letzte Station führte uns in Form eines Vortrags nach Varel. Dort steht seit Kurzem Niedersachsens erster Solarpark auf nassem Moorboden. Die Fläche war zuvor trockengelegt. Lotta Kaper von der Niedersächsischen Landjugend berichtete von dem Projekt des Betriebs ihrer Familie und gab Einblicke in Herausforderungen und Chancen von Moor-Photovoltaik.

Austausch mit der Niedersächsischen Landjugend

Diese erste gemeinsame Aktion mit der Niedersächsischen Landjugend war eine rundum gelungene Veranstaltung und ein spannender Austausch verschiedener Perspektiven. Wir konnten uns gegenseitig manches Mal überraschen, wenn Positionen gar nicht so waren, wie erwartet und viel voneinander lernen. Gerne wieder!

Gefördert wurde die Veranstaltung durch die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung im Rahmen des Projektes „aMOORe“.

Vorheriger ArtikelKinderbildungsangebot auf der Landesgartenschau