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Einen Wildkatzenwald pflanzen und Umweltbildung für die Wildkatze

Allgemein,  Biodiversität,  Kinder

Am 09.04. konnte sich eine 4. Klasse der Grundschule Amelinghausen auf einen spannenden Schulausflug zum Thema „Wildkatzwälder“ freuen. Neben einer Strauch-Pflanzung nahe der Waldkirche Reetzhof gab es vorher reichlich Spiel und Spaß für die Schüler*innen.

Person mit Handschuhen hält Pflanzenwurzeln im Garten

Am 09.04. konnte sich eine 4. Klasse der Grundschule Amelinghausen auf einen spannenden Schulausflug zum Thema „Wildkatzwälder“ freuen. Neben einer Strauch-Pflanzung nahe der Waldkirche Reetzhof gab es vorher reichlich Spiel und Spaß für die Schüler*innen.

Nach der Ankunft am späten morgen stiegen die Schüler*innen durch das Wildkatzen-Portal in den Wildkatzenwald und tauchten damit in eine andere Welt ein. Nachdem sich die Teamer*innen kurz vorgestellt hatten, hörten die Kids zunächst die Geschichte der Wildkatze Waldemar, die sich auf der Suche nach einem neuen Revier aufmacht und auf dem Weg einigen Stolpersteinen trotzen muss. Für die Verknüpfung mit der späteren Pflanzaktion wurde den Kindern anhand einer Übersichtskarte gezeigt, dass unweit der Pflanzfläche wirklich bereits Wildkatzen nachgewiesen wurden!

Als traten die Kids selbst in Aktion: Die Teamer*innen hatten unter anderem diverse Trittsiegel versteckt, die es nun zu finden galt. Jedes Kind durfte schließlich ein Trittsiegel, z. B. vom Eurasischen Luchs oder dem Rotfuchs auswählen und mit Ton einen Abdruck zum Mitnehmen anfertigen. Danach kam unser Wildkatzenschwungtuch zum Einsatz. Hierbei fanden die Kinder Hindernisse und Gefahren für die Wildkatze bei der Reise zu einem neuen Revier, z.B. Straßen oder Siedlungsflächen. Danach war die Aufgabe, einen Tennisball als symbolische Wildkatze über das löchrige Tuch vom einen zum anderen aufgezeichneten Wald zu manövrieren. Eine echte Teamaufgabe, die erfolgreich gemeistert wurde!

Beim darauf folgenden Duftspiel wurden die Sinne der Kids angesprochen. Neben Lavendel und Salbei erkannten die Kids Baldrian, der zum Wildkatzen-Monitoring eingesetzt wird. So gut der Duft bei Wildkatzen ankommt – wir haben festgestellt, dass Kindernasen den Geruch tendenziell nicht so gerne mögen. 😉

Unter Anleitung der örtlichen Bezirksförsterin pflanzten die Schüler*innen als Nächstes ca. 75 Sträucher heimischer Straucharten. Diese werden der Wildkatze zukünftig als Unterschlupf dienen, wenn sie sich auf der Jagd befindet oder ein neues Revier sucht. Wildatzen können sich damit bevorzugt entlang von bewachsenen Gebieten ausbreiten. Auch andere Tierarten werden von diesen Sträuchern profitieren.

Mit Tonabdrücken, Wildkatzenmerch und einem Lächeln im Gesicht haben die Schüler*innen den Wald in Richtung Grundschule Amelinghausen wieder verlassen. Mit diesem Tag ist eine weitere erfolgreiche und freudige Aktion der BUNDjugend Niedersachsen im Rahmen des Projektes Wildkatzenwälder von morgen zu Ende gegangen.


Ein Bericht von der Teamer*in Caria Brückner

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