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Moor-Wochenende in Osterholz-Scharmbeck

Allgemein,  Moor

Vom 06. bis zum 08. Februar fand das Moor-Wochenende in Osterholz statt. Gemeinsam verbrachten wir drei spannende und intensive Tage rund um das Thema Moor. Neben inhaltichen Einblicken standen vor allem praktische Naturschutzarbeiten wie das Entkusseln und das gemeinsame Erleben im Vordergrund.

Dieser Artikel wurde von unserer Praktikantin Vithya geschrieben, die beim Moor-Wochenende dabei war.

Gruppe hält Schilder im verschneiten Wald.

Gemeinsam starten

Am Freitag startete unser Moor-Wochenende mit der Anreise aus unterschiedlichen Städten wie Bremen, Osnabrück und Hannover nach Osterholz. Unser Ziel war die Bildungstätte Bredbeck, wo wir gegen 16 Uhr ankamen.

Zunächst hatte die Gruppe etwas Zeit, um in Ruhe anzukommen. Beim anschließenden Abendessen gab es die Gelegenheit, erste Gespräche zu führen und sich besser kennenzulernen. Nach dem Abendessen gab es dann die richtige Begrüßung. In einer Vorstellungsrunde lernten wir uns mit lustigen Kennenlernspielen näher kennen. Des Weiteren wurden der Ablauf und das Programm für das Wochenende vorgestellt.

Im Anschluss gab es einen ersten inhaltlichen Input zum Thema Moor. Dabei wurden die Grundlagen vermittelt: Von der Entstehung, den Moortypen, ihrer Bedeutung für Klima- und Naturschutz, bis hin zu den wichtigsten Moorpflanzen. So waren alle Teilnehmenden auf dem gleichen Wissensstand. In kleinen Murmelrunden tauschten wir uns außerdem zu der Frage ,,Mein schönstes Moorerlebnis“ aus. Das sorgte für persönliche Einblicke und tolle Geschichten.

Zum Abschluss des Abends gab es eine offene Spielrunde. Besonders beliebt war eine Moorversion des Spiels Werwolf, bei uns bekannt als Torfstecher*in. Hierbei werden die klassichen Rollen durch lustige Moorbegriffe ersetzt. Andere spielten Gesellschaftsspiele oder saßen noch gemütlich zusammen. So ging der erste Abend in entspannter Atmosphäre zu Ende und wir freuten uns auf die kommenden Tage im Moor.

Die Arbeit im Moor

Nach dem Frühstück starteten wir am Samstag in den praktischen Teil unsereres Moor-Wochenendes. Es ging ins Brundorfer Moor zum Arbeitseinsatz. Dabei wurden wir von Sabrina vom Team der Biologischen StationOsterholz begleitet.

Mit Sägen und Astscheren haben wir uns an die Arbeit gemacht. Das Ziel war es, Birken zurückzuschneiden, um die typische Moorvegetation zu erhalten und eine weitere Verbuschung zu verhindern. Der viele Schnee stellte dabei eine besondere Herausforderung dar. Teilweise war das Moor gefroren, doch unter der Schneedecke konnte man nie sicher sein, ob das Eis wirklich trägt oder vielleicht doch nachgibt. Das sorgte für eine spannende und aufregende Atmosphäre.

Nach der Mittagspause ging es für eine Exkursion ins Moor bei Niedersandhausen. Dort haben wir tiefergehende Einblicke in die Moorökologie bekommen. Beispielsweise haben wir mehr über die typischen Pflanzenarten wie Torfmoose und die Besonderheiten von dem Moor Niedersandhausen gelernt.

Mit vielen neuen Einblicken kehrten wir nachmittags dann zurück zur Bildungsstätte. Nachdem sich alle etwas ausgeruht und aufgewärmt hatten, gab es Abendessen.

Am Abend stand erneut ein Open-Space auf dem Programm. Auch an diesem Tag durften die Moor-Spiele nicht fehlen! Wir spielten Moor-Activity und außerdem gab es noch ein „Moor – Wer bin ich“, bei dem Moorbegriffe erraten werden mussten. Einige entdeckten ihre Begeisterung für Hitster. Die Stimmung war super, es wurde viel gelacht und auch gesungen. 🙂

Arbeitseinsatz und Zusammenhalt

Am Sonntag ging es nach dem Frühstück erneut zu einem Arbeitseinsatz, ins Grünemoor. Der Ablauf ähnelt dem von Samstag. Nach einer kurzen Einführung machten wir uns motiviert an die Arbeit. Diesmal lag weniger Schnee auf der Fläche, aus diesem Grund war die Arbeit etwas einfacher. Auch hier konnten wir sichtbare Fortschritte erzielen. Besonders schön war bei diesem Einsatz das Torfmoos unter Eis zu sehen!

Gegen Mittag kehrten wir zurück, packten unsere Sachen und kamen für eine Abschlussrunde zusammen. Wir teilten uns unsere Highlights des Wochenendes mit und welche Eindrücke wir mitnehmen. Anschließend machten wir uns auf den Rückweg.

Besonders deutlich wurde an diesem Wochenende, wie viel man als Gruppe gemeinsam geleistet hat. Durch gegenseitige Motivation, Teamarbeit und viel Ehrgeiz, konnten wir in relativ kurzer Zeit viel bewegen.

Vielen Dank an alle, die mit mitgemacht haben und das Wochenende besonders gemacht haben. So ein Gemeinschaftsgefühl ist toll!

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