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Junge Moor Konferenz 2025

Biodiversität,  Landwirtschaft und Ernährung,  Moor

Was passiert, wenn über 40 junge Moor-Fans vier Tage lang an einem Ort zusammenkommen? Wir haben es ausprobiert und das ist dabei herausgekommen…

Gruppe bei Moorschutz-Event im Wald.

4 Tage rund um Moore und Klimaschutz

Schon mal ein Moor-Gedicht geschrieben? Wie entstehen Irrlichter? Und was ist eigentlich Moor-Wasser? – Am ersten Abend stiegen wir mit einem Moor-Pub-Quiz direkt kreativ, nerdig und sehr unterhaltsam ins Thema ein. Wir testeten unser Vorwissen und lernten uns nebenbei besser kennen.

Die inhaltliche Basis legte am nächsten Morgen Amelie Hünnebeck-Wells (Succow Stiftung und Greifswald Moor Centrum) mit einem Workshop zu Moor-Klimaschutz. Ob Moor-Neuling oder Torf-Profi: Dieser Vortrag brachte uns alle auf denselben Stand.

Anschließend standen mehrere Workshops zur Auswahl. Wer mochte, konnte ganz tief ins Thema Artenkenntnisse einsteigen und lernen, verschiedene Torfmoose zu bestimmen. Heiko Köster (Ökologische Schutzstation Steinhuder Meer) erklärte ausführlich die Erkennungsmerkmale verschiedener Torfmoose und brachte reichlich Anschauungsmaterial mit.

Kreativ wurde es in den beiden anderen Workshops: Blerim Berisha (Poetry Slammer und Geografie-Doktorand) gab uns Werkzeuge an die Hand, mit denen wir schreiben können, was uns bewegt: poetisch, persönlich, politisch oder einfach frei raus. Wer mochte, konnte die entstandenen Texte zum Ende der Konferenz bei unserem Poetry Slam-Abend vortragen.

Deborah Pfaff (Studentin Landschaftsarchitektur und Umweltplanung) probierte mit uns aus, Paludikultur-Produkte zu verarbeiten. Mit Schilf schöpften wir Papier und aus Erlenzapfen stellten wir Tinte her. Beides funktionierte sehr gut und kann gern nachgemacht werden. 😉

Abends schauten wir gemeinsam den Film „Mission to Marsh“, der mit beeindruckenden Bildern die faszinierende Vielfalt der Moore von majestätischen Sumpflandschaften bis hin zu üppigen Mangrovenwäldern zeigte.

Eine Reise in die Moore der Zukunft

Wie können positive Zukunftsvisionen für unsere Moore aussehen und wie kommen wir da hin? Der Samstag stand ganz im Zeichen von Lösungen und Perspektiven. Dr. Laura Herzog, Pia Müller und Christine Dierkes (Projekt MOOSland / Uni Osnabrück) nahmen uns mit auf Wege, die zu einer nachhaltigen Nutzung und dem Schutz von Mooren führen (sogenannte Transformationspfade).

In einer Gesprächsrunde diskutierten wir Chancen und Herausforderungen, landwirtschaftlich genutzte Moore wiederzuvernässen. Gäste waren:

Kreativ für Moor-Klimaschutz

Unserer Begeisterung für Moore, Biodiversität und eine gerechtere Welt verliehen wir auf ganz unterschiedliche Weise Ausdruck:

Mit Siebdruck verewigten wir verschiedene Moormotive und Botschaften wie „Moor muss nass“ auf alte T-Shirts, Pullover und Stoffreste. Beim Torfmoos-Bleaching mit Lara Ward und Franni Braun nutzten wir Torfmoos als Schablone, um alte Baumwollstoffe zu verschönern.

Mandy Leischke (NAJU Niedersachsen) zeigte uns, dass Moor-Klima-Bildung auch lecker sein kann: Wir aßen selbstgebackene Buchweizen-Waffeln und erfuhren mehr über die Moorbrandkultur der frühen Moorbäuer*innen und die Geschichte der landwirtschaftlichen Moornutzung in Niedersachsen.

Beim Poetry Slam-Abend betraten sowohl erfahrene Poetry Slammer*innen (Eva Matz und Matti Linke) als auch mutige Teilnehmende die urige Waldbühne und stellten ihre Texte vor.

Mit einer Straßen-Theater-Aktion in der Innenstadt von Hannover machten wir Passant*innen auf die Bedeutung von Mooren für den Klimaschutz aufmerksam.

Danke

Viele Menschen haben dazu beigetragen, dass es eine Junge Moor Konferenz geben konnte: Seit Mitte Februar hat sich das Planungsteam mit vielen ehrenamtlichen jungen Menschen regelmäßig online getroffen, Programmpunkte ausgetüftelt, Öffentlichkeitsarbeit geplant und vieles mehr. Was für ein tolles Team! Unser großer Dank gilt außerdem allen Referent*innen, Gästen und Teilnehmenden, die mit vielfältigen Workshops und Beiträgen diese Junge Moor Konferenz zu einem bereichernden Erlebnis gemacht haben.

Noch mehr Fotos gefällig? Klick dich durch die Bildergalerie:

Förderhinweis: Die Veranstaltung wurde im Rahmen des Projektes „aMOORe“ durch die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung gefördert. Auch dafür vielen Dank!

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