BUNDjugend  

Der BUNDjugend-Adventskalender: DIY-Geschenkideen (1)

“Weihnachten ohne Konsumzwang, dafür mit Sinn” – darüber hat sich die BUNDjugend-Ortsgruppe Hannover in den letzten Wochen viele Gedanken gemacht. Was verschenken wir gerne? Worüber freuen sich unsere Liebsten? Was können wir einfach selber machen? Wie können wir sogar vermeintlichen Müll zu Geschenken wieder- oder weiterverwenden?

Zu jedem Advent präsentieren wir euch eine coole DIY-Geschenkidee, die wir als Ortsgruppe zusammen ausprobiert haben. Mithilfe von Anleitungen und Rezepten könnt ihr diese einfach selber machen und verschenken. Zum 1. Advent zeigen wir euch:

Selbst Bücher binden – Verschenke Raum für Ideen

Notizbücher kann man nicht nur einfach verschenken, sondern auch einfach selber machen. Die japanische Buchbindung ist eine Fadenbindung, bei der die Bindung von außen deutlich sichtbar geheftet wird. Dies geht ganz einfach und verleiht dem Buch einen originellen Charakter. So kannst du deinen Liebsten oder dir selbst ein ganz persönliches Büchlein basteln. Außerdem kannst du damit hervorragend alte Papierreste upcyceln.

Du kannst nicht nur Notizbücher verschenken, auch selbst gemachte Skizzenhefte oder Kalender sind möglich. Wenn du das fertige Notizbuch mit Stickern,  Fotos und Erinnerungen der beschenkten Person schmückst, kannst du auch eine Art Erinnernngsbuch oder Scrapbook verschenken.

Materialien:

– Papierreste, z.B. aus Kalendern, Skizzenheften, Katalogen oder ungelesen Büchern
– Schere oder Cuttermesser
– Lineal
– Bleistift
– Holzwäscheklammern oder andere Klemmen
– Ahle, auch Vorstecher genannt (zur Not eignet sich auch ein dicker Nagel)
– Hammer
– Holzbrett als Unterlage
– Paketschnur, Bindfaden oder Papierschnur
– lange, dicke Nadel mit großer Öse (Woll – oder Durchziehnadeln)

 

Anleitung:

1. Bei der japanischen Bindung werden keine Papierbögen, sondern einzelne Blätter mit einer Fadenbindung verbunden. Die Anzahl der Blätter kann frei gewählt werden, ebenso das Format der einzelnen Seiten. Mache dir also zunächst Gedanken, welche Größe dein fertiges Buch am Ende haben soll, wem es gehören soll und wozu es gebraucht wird. Alles ist möglich!

Außerdem kannst du dir Gedanken über die Reihenfolge der einzelnen Blätter machen. Entscheide dich für eine Buchvorder- und Rückseite. Vielleicht willst du bestimmte Seiten nebeneinander haben, eine Geschichte erzählen oder ein Stimmungsbild erzeugen? Lege die Seiten eben so übereinander, wie du sie am Ende haben willst.

Also: Schneide die einzelnen Blätter auf das gewünschte Format zu, wähle ein Deckblatt für oben und unten und lege den gesamten Buchblock in der gewünschten Reihenfolge übereinander, so dass er jeweils von einem Deckblatt umschlossen ist.

2. Fixiere den Buchblock mit den Holzklammern, dabei ca. 4-5 cm zum erdachten Buchrücken frei lassen, also dem Papierrand, an dem du gleich binden möchtest.

3. Markiere dir nun mit einem Bleistift drei (bzw. fünf oder sieben) Löcher auf deiner Buchvorderseite, die jeweils ca. 1,5 cm von deinem Buchrücken entfernt sind. Zeichne sie in gleichmäßigen Abständen voneinander ein. Drei Löcher sind bei kleineren Büchern (A5) optimal. Wenn dein Heft größer sein sollte, zum Beispiel DIN A4 oder ähnliches, sind fünf bis sieben Löcher möglich.

4. Lege dein Buch auf deine Unterlage und schlage mit der Ahle und dem Hammer die markierten Löcher hinein.

5. Schneide ein Stück Schnur bzw. Faden ab. Je nach Dicke und Größe deines Buches benötigst du eine längere Schnur. Schneide lieber erst mal etwas mehr ab. Für ein DIN A5 Buch reichen ca. 60 cm aus. Fädel die Schnur in die Nadel.

6. Entscheide dich nun dafür, ob die fertige Bindung auf der Vorder- oder Rückseite deines Buches zu sehen sein soll. Wenn sich der Knoten auf der Vorderseite befinden soll, steche von oben nach unten durch das mittlere Loch. Wenn sich der Knoten auf der Rückseite befinden soll, steche von unten nach oben durch das mittlere Loch. Die Schnur wird jeweils so weit hindurch gezogen, dass ca. 10-15 cm überstehen. Diese überstehende Schnur wird am Ende zum Verknoten der Bindung verwendet.

7. Steche mit der Nadel nun wieder von oben nach unten (bzw. andersherum) durch dasselbe Loch wie zuvor. So entsteht eine Schlinge um den Buchrücken. Du solltest den Faden nach jedem Stich komplett durchziehen, so wird die Bindung fester.

8. Steche nun von unten nach oben (bzw. oben nach unten) durch ein benachbartes Loch. Den Faden jeweils festziehen.

9. Steche erneut von unten nach oben (bzw. andersherum) durch dasselbe Loch wie zuvor, um die nächste Schlinge um den Buchrücken zu bilden.

10. Solltest du dich für die Variante mit mehr als drei Löchern entschieden haben, steche wieder von oben nach unten (bzw. unten nach oben) durch das benachbarte Loch und bilde eine Schlinge. Folge weiter dem Schema und kehre zur Mitte zurück. Solltest du dich für nur drei Löcher entschieden haben, steche wieder von oben nach unten (bzw. unten nach oben) durch das mittlere Loch.

11. Steche nun von unten nach oben (bzw. oben nach unten) durch das andere benachbarte Loch.

12. Bilde nun die letzte Schlinge über dem Buchrücken, indem du den Faden erneut von unten nach oben (bzw. andersherum) durch dasselbe Loch ziehst.

13. Das war‘s! Verknote die beiden Enden nun zu einem festen Knoten, um die letzte Verbindung herzustellen. Sollte noch viel Schnur überstehen, schneide sie auf die gewünschte Länge zu.

 

Hier nochmal ein Schema, das alle Schritte sichtbar zusammenfasst:

Quelle: https://lost-im-papierladen.blogspot.com/2013/04/anleitung-japanische-bindung.html

 

Die BUNDjugend Hannover wünscht einen schönen 1. Advent und kreatives Schaffen!